• FAZIT MUSEUMSNACHT 2018

    Interview mit Silvia Müller, Projektleiterin Museumsnacht Bern

    Sind Sie mit dem diesjährigen Ablauf zufrieden?
    Ja sehr, wir haben das zweitbeste Resultat seit Bestehen der Museumsnacht erzielt. Dieses Jahr durften wir bereits die 16. Ausgabe durchführen.

    Welches war Ihr Highlight der diesjährigen Museumsnacht?
    Es gab viele Highlights – besonders die zufriedenen Leute, die überall anzutreffen waren, beispielsweise hatten einige ein Leuchten in den Augen, sobald sie einen Oldtimer sahen.

    Wie nehmen Sie Westside als Partner der Museumsnacht wahr?
    Für uns ist Westside ein sehr verlässlicher Partner, der sehr professionell agiert und organisiert.

    Westside war dieses Jahr wieder mit dem Erlebnis- und Gastrozelt auf dem Bundesplatz vertreten. Was haben die Besucher besonders an diesem Engagement geschätzt?
    Was uns und den Besuchern gefallen hat, war der diskrete und „elegante“ Auftritt. Auch die liebevoll mit Kräuterpflanzen geschmückten Stände sind auf grossen Anklang gestossen und das Angebot war perfekt auf die Museumsnacht abgestimmt.

    Was haben Leute, welche nicht an der Museumsnacht teilgenommen haben, verpasst?
    Ein Kulturfest, das für jeden etwas zu bieten hat. Und: viele Begegnungen mit gleich gesinnten Menschen.

    Wie bewegen Sie sich jeweils während der Museumsnacht fort?
    Mit einem Oldtimer, in diesem Jahr mit einem Cadillac Jg. 1958.

    Wie gehen Sie vor, um die beliebte Kulturnacht noch besser den Kundenbedürfnissen anzupassen?
    Die Inhalte gestalten die Museen selbst, es gibt klare Kriterien und die Projekte werden von einer Projektbegleitgruppe begutachtet. Wir sollen ganz klar kein Kleinkunstfestival werden (das wird oft gewünscht), sondern eine Museumsnacht bleiben. Die Leute sollen die Kulturhäuser besuchen. Unser Ziel ist es, mögliche Schwellenängste abzubauen.

    Warum eignet sich der Veranstaltungsort Bern für die Museumsnacht?
    Bern ist ein idealer Ort, weil das Meiste in Gehdistanz erreichbar ist. Denken Sie nur an das Museumsquartier Kirchenfeld.

    Auf welche Art messen Sie die Besucherzufriedenheit? Wie schätzen Sie diese heuer ein?
    Wir bekommen viele Feedbacks. Bis heute 3 negative Meldungen (2 x konnten die Leute nicht die Oldtimerautos, die sie wollten, für eine Fahrt auswählen und 1 x war einer Dame nach dem Verzehr eines Snacks schlecht geworden, wobei sie nicht unbedingt den Snack verantwortlich macht…). Wir werden ein Debriefing machen, bei dem sich alle Institutionen mit ihrer Kritik einbringen können. Zudem ist noch die Kritik der Gewerbepolizei ausstehend. Die Kantonspolizei hat sich bereits geäussert: Es habe keine aussergewöhnlichen Vorkommnisse gegeben, zudem sei die Nacht sehr friedlich verlaufen.

    Welche anderen Attraktionen aus internationalen Metropolen würden Sie gerne nach Bern holen?
    Ich würde ev. die Beleuchtung der Häuser noch etwas ändern, z. B. die Kunstmuseen mit Licht oder Bewegtbild bespielen.

    Wenn die Türen geschlossen sind – gehen Sie direkt nach Hause oder feiern Sie mit dem Projektteam?
    Um 2 Uhr sammeln wir die Eintrittszahlen, dann versenden wir eine Medienmitteilung und arbeiten noch bis ca. 03.30 Uhr – erst danach folgen ein paar Stunden Schlaf.

    Können Sie uns schon einen Ausblick auf die Besonderheiten des nächsten Jahres geben?
    Die kommenden Highlights verraten wir erst ab September. So viel aber schon einmal vorneweg: Es werden mindestens ein neues Museum sowie natürlich neue Gäste dabei sein. Und auf jeden Fall wird der ganze Inhalt, der während der Museumsnacht zu sehen sein wird, von den Häusern wieder neu gestaltet.

     

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